Tierart -
Rasse - Bichon frisee
geboren - 01.09.2020
Geschlecht -
Grund -
sonstiges - Epileptiker
Notfall

ACHTUNG: Bitte lesen Sie sich bei Interesse die Beschreibung vollständig durch und sehen Sie sich das Video an!
Es reicht nicht ein Interesse für kleine weiße Hunde oder Mitleid mit Leo zu haben um als Interessent für ihn in Frage zu kommen!

Leo zu beschreiben ist nicht ganz einfach…
Die Fakten: Leo ist jetzt ein Jahr alt.
Leo ist in seiner visuellen Wahrnehmung eingeschränkt.
Leo hat epileptische Anfälle.

Soweit einfach. Aber was bedeutet das für ein Leben mit Leo?

Mit Leo zusammen leben heißt, den Alltag um diesen Hund legen.
Leo ist von seinen Wünschen her eigentlich ein anspruchsloser Hund. Er möchte bei seinen Menschen sein, ein bisschen spielen, ein bisschen Hundekontakt, auf der Wiese schnüffeln, Gassigehen….die normalen Wünsche eines Hundes.

Aber für Leo muss das alles etwas reduzierter sein.
Heißt konkret: Hundekontakt ja, aber da er seine Umgebung wie durch eine Milchglasscheibe wahrnimmt, ist er nicht in der Lage auf die normale Kommunikation zwischen Hunden zu reagieren, da er es gar nicht mitbekommt, bis er direkt vor seinem Artgenossen steht.
Kontakt mit Menschen ja, aber nicht in der Fussgängerzone in einem Kaffee, wo er einerseits nichts sieht, aber andererseits von Geräuschen und Gerüchen so überschüttet wird, dass er es nicht mehr zuordnen kann.
Bindung ja, aber kuscheln nein. Körperkontakt geht nur sehr reduziert, da auch dieser Reiz für Leo sehr schnell zu viel sein kann und man akzeptieren muss, wenn er sich aus der Körpernähe zurück ziehen möchte.
Spielen ja, in seiner “Quatschie-Zeit”. Da möchte er gern ein bisschen mit Kuscheltieren zergeln und sich rumwälzen und er rennt auch gern mal kreuz und quer durch die Wohnung. Danach braucht er aber dringend Ruhephasen um das Ganze wieder zu verarbeiten.
Gassigehen ja, was aber bedeuten kann, dass Leo einfach im strammen Tempo geradeaus läuft ohne wirklich etwas von seiner Umgebung wahrzunehmen. Oder Leo steht einfach…und schnüffelt…und lauscht…und verarbeitet die Reize…oder traut sich gar nicht wirklich zu laufen, weil er mit den Reizen überfordert ist.
Freilaufen ohne Leine geht gar nicht! Er hört auf seinen Namen und reagiert auch, aber nicht in dem Tempo wie es ein normal abrufbarer Hund tun würde. Und das visuelle Handicap ist nicht zu unterschätzen. Hindernisse nimmt er erst war, wenn er direkt vor ihnen steht. Es ist für Leo also einfach viel zu gefährlich ihn ohne Sicherung laufen zu lassen.

Und dann sind da noch die Anfälle….Dank großzügiger Spenden konnten wir Leo gründlich tierärztlich untersuchen lassen, inklusive MRT in der Klinik in Freiburg. Gefunden wurde nichts, was aber nicht ungewöhnlich ist.
Eine Fernkonsultation mit einem Spezialisten für Epilepsie bei Tieren in Mannheim steht jetzt noch aus.
Durch die Umstellung der Medikation konnte Leo aber dennoch zwischenzeitlich stabilisiert werden.
Leo bekommt zur Zeit 3x täglich zu festen Zeiten zwei Medikamente. Diese Zeiten müssen eingehalten werden um einen konstanten Spiegel der Wirkstoffe im Blut zu gewährleisten.
Derzeit ist er stabil und kommt mit den Umweltreizen auch sehr viel besser zurecht. Seine Ticks, wie starkes Schmatzen, was er anfangs immer zeigte, wenn Reize zuviel für ihn wurden, zeigt er seit zwei Wochen so gut wie nicht mehr.
Bleibt das so? Diese Antwort konnte uns noch niemand geben. Möglicherweise bleibt der Hund mit dieser Medikation lange stabil, was wir uns alle wünschen. Möglicherweise muss die Medikation nochmal angepasst werden, was dann bedeuten würde, dass die Medikamente 4x täglich gegeben werden müssen (also alle 6 Stunden! IMMER!) Möglicherweise reicht auch das irgendwann nicht mehr aus. Möglicherweise gibt es mal einen Punkt, an dem keine Medikation mehr ausreicht um Anfälle zu verhindern und man ist als Halter gezwungen eine sehr schwere Entscheidung im Sinne des Hundes zu treffen. Keiner kann das voraussagen…aber das ist ja eigentlich immer so, bei jedem Tier.

Was braucht man also um als Interessent für Leo in Frage zu kommen?
Geduld: Leo ist nicht so erzieh- und lenkbar wie andere Hunde. Ein Alltag mit ihm ist noch stärker von Ritualen geprägt, wie es bei anderen Tieren notwendig ist. Spontanität im Alltag muss immer Leos Bedürfnisse berücksichtigen.
Einfühlungsvermögen: Leo zeigt seine Zuneigung möglicherweise nicht so, wie man sich das als Mensch manchmal wünscht und ist schnell überfordert. Man muss sein menschliches Bedürfnis an Körperkontakt zurückstellen können
NERVEN! Man muss in der Lage mit Leo einen epiletischen Anfall durch zu stehen und richtig zu handeln. Wem das kurze Video von einem seiner Anfälle zuviel ist, sollte sich gut überlegen, ob er einem möglicherweise minutenlangen Anfall live als Verantwortlicher gewachsen ist.

Wenn Sie sich bis hier durchgearbeitet und das Video angesehen haben und trotzdem Interesse an Leo haben, dann freuen wir uns über eine Mail von Ihnen und stehen sehr gern für weitere Fragen zur Verfügung ”</p Share

...