Die kleine Mausi (geb. 17.7.2020) wurde uns als Fundhund übergeben. Im Nachhinein konnten wir durch Hinweise Informationen zu ihrer Herkunft und ihrem Werdegang sammeln und wissen daher auch, das ihr Vater ein reinrassiger Mops ist und die Mutter ein Golden Retriever-Mischling.
Glücklicherweise hat ihr diese Mischung zu einer deutlich besseren Nasenlänge verholfen, als es der Mops regulär hat. Sie bekommt also gut Luft und ist sportlich unterwegs. Rennt sie zu schnell, machen ihr die Kniescheiben etwas Schwierigkeiten (da schlägt der Mops durch). Sie reagiert darauf aber nicht schmerzhaft und bei langsamerem Tempo fällt gar nichts auf. Prinzipiell hat Mausi keine Einschränkung und darf sich frei bewegen, was den Hundesport betrifft, sollte man darauf aber etwas Rücksicht nehmen.
Am linken Auge hat Mausi ein sog. Cherry-Eye. Das besteht mit Sicherheit schon länger und stört sie derzeit nicht. Es sollte aber operativ entfernt werden.
Mausi hat in Erziehung und Sozialisierung etwas Defizite und man hat wohl nicht wirklich etwas mit diesem Hund gemacht. Das Anziehen eines Brustgeschirrs, still stehen für die ärztliche Untersuchung, Hundekontakte oder Besucher im Büro – alles war zu Anfang für die kleine Dame nicht leicht. Man muss sich die Zeit nehmen, sie in ganz kleinen Schritten an das heranzuführen, was man von ihr will. Sie hat aber großes Interesse daran, mit ihren Betreuerinnen etwas zu erarbeiten, ist auch recht schlau und versteht ziemlich schnell, was man von ihr möchte.
Mausi ist ein unsicherer Hund und hält sich mögliche Gefahren mit lautem Gebell auf Abstand. Bellen ist derzeit noch ihre Lösung für alles, aber daran kann und sollte man arbeiten, damit der Alltag für beide Seiten entspannter wird.
Das Thema Zweithund ist ja grundsätzlich auch immer eine Frage der Sympathie, derzeit sehen wir sie aber eher als Einzelhund in einem ruhigen Zuhause. Die Umgangsformen mit Artgenossen sollte sie mit Hilfe einer Hundeschule und dortigen gezielten Kontakten lernen können. Wir wünschen uns für Mausi geduldige Menschen, die sich Zeit nehmen um mit Mausi Stück für Stück verpasste Dinge nachzuholen. Eine Familie mit Kindern im Teenageralter könnten wir uns auch für Mausi vorstellen.
Mausi ist grundsätzlich ein sehr fröhlicher Hund, der ausgesprochen gerne auf dem Schoß sitzt und auch schläft. Engen Körperkontakt zu ihren Bezugspersonen genießt sie sehr. Dann kann sie nach einer Weile auch endlich mal entspannen und locker lassen, schläft dann auch mit einem großen Schnaufer ein. Ein Ruheplatz und gezielte Pausenzeiten werden ihr zukünftig eine Hilfe sein.
An Spaziergängen im Grünen hat Mausi große Freude und ist sehr gerne unterwegs. Sicher könnte man sie später auch mal an einen Fahrradanhänger gewöhnen, in dem sie einen dann auf längeren Strecken begleiten kann, die sonst etwas zu viel für sie wären. Mausi hat zwar manches noch nicht kennen gelernt – aber nichts was man nicht noch nachholen könnte. Der Grundstock für eine fröhliche Begleiterin durch dick und dünn ist gelegt und muss nur weiter ausgebaut werden.







